Richard Precht – ” Wer bin ich – und wenn ja wie viele?”

Meine Bewertung: ★★★★★ 

Nehmen wir gleich vorweg, dass wir mindestens zu acht sind, die hier schreiben, zumindest, was nach Precht die derzeitige wissenschaftliche Aufzählung möglicher Ich-Zustände betrifft.

Falls Sie noch nie darüber nachgedacht haben, dass Ihr Ich sich im Laufe der Jahre dynamisch verändert hat und somit in der Tat ein anderes geworden ist, Precht führt den Beweis.

Das gesamte Buch ist Wissenschaftsjournalismus in seiner besten Form. Selten haben wir eine so kompakte Zusammenfassung möglicher Antworten auf die Hauptfragen der Menschheit gelesen wie hier.

Schwerpunkt ist die Philosophie und zwar von ihrem Beginn an bis heute. Precht lässt keine wesentliche Station zwischen der griechischen Antike und der Neuzeit aus. Einen deutlichen Schwerpunkt bilden dabei die neueren Erkenntnisse der Neurobiologie.

Doch auch andere entscheidende Fragen, nach Freiheit, Liebe, Glück oder Gott lässt Richard David Precht nicht aus. Das Ganze geschieht nie mit dem erhobenen Zeigefinder des Besserwissers oder der elitären Arroganz des Gelehrten. Stattdessen führt uns Precht gekonnt und interessant durch unser Universum.

Fazit: Wer einen umfassenden, auch dem Laien verständlichen und überaus lesbaren Überblick der großen philosophischen Fragen haben möchte, ist derzeit mit kaum einen anderen Werk besser bedient als mit diesem.

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