Martin Walker – „Schwarze Diamanten“

Rating: ★★★☆☆ 

Nun liegt das dritte (Hör-) Buch von Martin Walker mit seinem braven „Bruno, chef de police“ aus dem dem fiktiven Ort St. Denis im Périgord vor.

Die Welt in St. Denis ist „eigentlich“ ganz heil. Und wenn fremde Subjekte die Idylle zu stören versuchen, dann haben sie ihre Rechnung nicht mit Bruno gemacht, dem es immer wieder gelingt, die alte Ordnung wiederherzustellen. Dass dabei „Gut“ und Böse“ recht stereotyp und schlaglichtartig geraten, mag stören – ist aber vielleicht aber auch gerade das Erfolgsrezept der Serie.

Auch dieses Mal rettet Bruno den einen oder anderen Menschen aus der Feuerbrunst oder vor dem Ertrinken, rauft sich beim Rugby, setzt sich für die Benachteiligten seiner Gemeinde ein und kann sich nicht zwischen Isabelle, Pamela und Florance entscheiden.

Ähnlich wie bei Donna Leons Kriminalromanen wird das Ganze garniert mit Beschreibungen anspruchsvoller französischer Küche und dazugehörigen Ingredienzien und Rezepten.

Kern der Handlung sind dieses Mal die kostbaren schwarzen Trüffel, die jedoch offenbar auf dem Markt der Nachbargemeinde mit minderwertigen Importen aus China verschnitten werden. Dahinter stecken skrupellose französische Geschäftemacher, chinesische Triaden, vietnamesische Clans, Geheimdienste und die dunkle Vergangenheit französischer Engagements in Vietnam und Algerien, Kinderprostitution, illegale Einwanderung – vielleicht ein bisschen zu viel des Guten bzw. Bösen.

Doch vereint schaffen Bruno, Jean-Jacques und der „Brigadier“ es einmal mehr, den bösen Buben das Handwerk zu legen. Dass dabei die eine oder andere Uniform draufgeht nimmt der Bürgermeister gerne in Kauf. Einen Held wie Bruno hat eben nicht jede Gemeinde.

Das Hörbuch wird ungekürzt auf 8 CDs und 528 Minuten wie immer von Johannes Steck versiert vorgetragen, wobei er es versteht, den jeweiligen Personen andeutungsweise typische Stimmen udn Akzente zu geben – das ersetzt mindestens zehn Sprecher.

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