Bruce Chatwin – „Traumpfade“

Rating: ★★★☆☆ 

Eines ist dieses Buch mit Sicherheit nicht: Ein Roman. Es fehlt ihm das „Fiktionale“ im Handlungsstrang, denn was Chatwin schreibt, ist am ehesten als Zeitdokument in der Form eines Reiseberichts zu bezeichnen.

Zudem zerfällt das Buch in zwei Teile. Bis zur Mitte des Werkes berichtet Chatwin höchst interessant über Wesen, Kultur und Geschichte der Aborigines. Etwa ab der Mitte des Buches wird die Handlung durch disparate Reisenotizen, Gedankengänge Chatwins und Zitat verschiedener Geistesgrößen aus aller Welt unterbrochen. Mir ist die Funktion dieser Ruptur beim Lesen nicht klar geworden. Aus diesen beiden Gründen nur 3 Sterne.

Dennoch für den Leser, der sich für die Ureinwohner Australiens interessiert oder gerne Reisereportagen liest, ist dies ein lohnenswertes Buch und mit Sicherheit mehr als 3 Sterne wert. Höchst interessant, die Orientierung der Aborigines bei ihren langen Wanderungen an gesungenen Liedern, die ihnen wie eine altertümliches Navigationssystem dienen.

Die SZ-Bibliothek ist darüber hinaus eine wirklich erschwingliche Investition.

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