Sigrid Damm liest – ein Hörbuch

Rating: ★☆☆☆☆ 

So sehr man Sigrid Damm für Ihre stets gut recherchierten schriftlichen Publikationen schätzen und loben mag, wie jene über Goethe, so dringend sollte man ihr davon abraten, ihre Texte selber vorzutragen. Ihre Stimme trägt nicht wie die einer professionellen Sprecherin, ist monoton, zu leise, wirkt streckenweise geradezu „naiv“.

Man merkt der Autorin ihre Frauenbewegtheit an, zum Beispiel wenn sie „Ich bin nicht Otilie“ vorträgt. Doch wirkt gerade diese Stück wie Betroffenheitsliteratur der 70er oder 80er Jahre.

Diese Vortragsweise ist insgesamt unerträglich! Sie wirkt auf mich wie ein depressiver Vorwurf gegen das Leben überhaupt. Empfindsamkeit ist wichtig im künstlerischen Prozess, doch wie alles, wenn es übertrieben wird, kann sie den Rezipienten auch gegen den Künstler aufbringen.

Die negative Bewertung bezieht sich ausschließlich auf das Hörbuch!

5 CDs, ca. 377 Minuten Spielzeit.

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