Konstantin Wecker – „Meine rebellischen Freunde“

Rating: ★★★★★ 

In diesem Buch stellt der Liedermacher Konstatin Wecker jene Menschen vor, die ihn in seinem Leben inspirierten und ihn entscheidend prägten. Wecker schreibt in seinem Vorwort:

„Und noch heute finde ich Zuspruch und Trost bei den Dichtern, in oft bereits zerschlissenen Büchern, die ich immer wieder zur Hand nehme. Von ihren Visionen lasse ich mich entführen in eine Welt, die mir manchmal wirklicher erscheint als die sogenannte Wirklichkeit. Es sind die Dichter, die aus der Fülle dessen schöpfen, was uns unverstanden umgibt. Sie bringen das Unsagbare zum Klingen.“

Das Buch ist in die folgenden fünf Abschnitte gegliedert:

  • Meine Schriftstellerfreunde
  • Meine widerständigen Freunde
  • Meine Sängerfreunde
  • Meine gelehrten Freunde
  • Meine spirituellen Freunde

Der Aufbau des Buches folgt dabei dem Prinzip, dass Wecker den jeweiligen „Freund“ kurz vorstellt und diesen dann mit einem ausgewählten Werksausschnitt zu Worte kommen lässt. Der Bogen der „Freunde“ ist dabei weit gespannt: Er reicht von Ingeborg Bachmann über Mahatma Gandhi und Hannes Wader zu Arno Gruen und Meister Eckhart.

Jeder von Weckers „Freunden“ hat auf die ihm mögliche Weise gegen Bestehendes ganz unterschiedlich rebelliert: Mit Worten, Lieder oder Taten. Das alles gipfelt in der festen Überzeugung des Autors:

„Ein selbstbestimmtes Leben ist ohne Rebellion nicht möglich (…) Rebellion heißt, gegen die Taubheit seiner Zeit anzuschreiben und sich gegen die Mauer der Ignoranz zu stemmen.“

Ein überaus interessantes und lesenswertes Buch, das zum Weiterlesen bei den von Wecker vorgestellten Personen des Zeitgeists animiert.

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