William Boyd – „Einfache Gewitter“

Rating: ★★☆☆☆ 

Ein Mann findet einen sterbenden Wissenschaftler, Opfer eines Mordanschlags. Ein Messer steckt noch in seiner Brust (die erste Ungereimtheit dieses Kriminalromans). Nachdem er dem Opfer dieses herausgezogen hat, verstirbt der Mann. Weil nun seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe sind, entschließt der Mann sich, nicht die Polizei anzurufen, sondern abzutauchen (zweite Ungereimtheit).

Ab nun folgt eine Verfolgungsjagd durch London. Sowohl Polizei als auch Gangster trachten Adam Kindred nach dem Leben. In seinem Kampf gegen einen Pharma-Konzern wird er schließlich vom Gejagten zum Ermittler. Dass man den Pharmaskandal hinter Adam Kindreds Tragödie schnell durchschaut, führt zu einer künstlichen Spannungsdehnung.

Überzeugend sind allein die Beschreibungen der Stadt London und der Themse. Am Fluss entlang liegen die Schauplätze, vom reichen Chelsea bis zu heruntergekommenen Sozialsiedlungen und Industriebrachen. In Großbritannien lebt ein ganzes Heer von Illegalen. Jährlich verschwinden bis zu 200 000 Menschen. Im selben Zeitraum werden etwa sechzig Leichen aus der Themse geborgen.

Am Ende bekommen die Bösen ihre gerechte Strafe, die Liebenden finden sich zum Happy End. Zeitverschwendung.

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